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Aralsee-Usbekistan

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Aralsee-Usbekistan

Beitrag von Boudicca8 am Mo Dez 03, 2018 12:42 pm


Kleinbogen aus Usbekistan.
Erstausgabe: 15. Mai. 1996.
Blockausgabe: Gründung des Internationalen Fonds zur Rettung des Aralsees.




Darauf zu Sehen:
Wüstenluchs (Caracal caracal), Aralsee-Forelle (Salmo trutta aralensis), Streifenhyäne (Hyaena hyaena),
Großer Amudarja-Schaufelstör (Pseudoscaphirhynchus kaufmanni) und Hechtspeck (Aspiolucius esocinus).

Der Aralsee war ein großer, abflussloser Salzsee in Zentralasien und zerfiel durch lang andauernde Austrocknung um die Wende vom 20. zum 21. Jahrhundert in mehrere erheblich kleinere Teile.

Die seit etwa 1960 zunehmende Austrocknung des Sees stellt weltweit eine der größten vom Menschen verursachten Umweltkatastrophen dar.
Mit ursprünglich rund 68.000 Quadratkilometern Ausdehnung war der Aralsee früher der viertgrößte Binnensee der Erde.

Die Hauptzuflüsse sind traditionell die Flüsse Amudarja (vom Süden her kommend) und Syrdarja (vom Osten).
Ihnen werden seit der Stalinära (1929–1953) große Wassermengen für die künstliche Bewässerung riesiger Anbauflächen für Baumwolle in Kasachstan und Usbekistan entnommen.
Durch den geringeren Zufluss sank seitdem der Wasserspiegel des Sees kontinuierlich.



Quelle Bild:Google

Seit den 1960er Jahren bis 1997 sank der Wasserspiegel um 18 Meter von 53 Meter auf 35 Meter, und die Fläche des Sees ging um 44,3 Prozent auf 29.630 Quadratkilometer zurück.
Das Wasservolumen reduzierte sich um 90 Prozent, gleichzeitig vervierfachte sich der Salzgehalt.

Um zumindest den kleineren (nördlichen) Teil des Aralsees zu retten, wurde in den 1990er Jahren von Kasachstan ein Deich gebaut, um das Wasser zurückzuhalten.
Während seines Bestehens erhöhte sich der Wasserspiegel im Kleinen Aralsee, das Klima verbesserte sich und es konnten wieder mehr Fische gefangen werden.
Aufgrund der unzulänglichen Bauweise brach dieser Damm jedoch nach kurzer Zeit.
Daraufhin wurde 2003 mit dem Bau eines neuen Damms begonnen.
Da auch die Weltbank Mittel hierfür bereitstellte, konnte diesmal Beton als Baumaterial verwendet werden.
Der neue Damm wird auch Kokaral-Damm genannt.
Zusätzlich zu diesem Dammbau wurden auch Maßnahmen ergriffen, um die Bewässerungssysteme des Syr-Darja zu verbessern, welcher in den nördlichen Teil des Sees mündet.
Dabei wurden Kanäle repariert und zum Teil auch ausbetoniert.
Damit sollte zusätzliches Wasser in den See geleitet werden.
2005 wurde der Kokaral-Damm fertiggestellt.

Bis 2006 stieg der Seespiegel um 3 Meter, die Fläche nahm um 900 km² zu und das Volumen um 11 km³, der Salzgehalt sank deutlich.
Da der Kleine Aralsee einen Abfluss hat, sank auch die Konzentration der Giftstoffe.
Sie wurden in den Großen Aralsee gespült.
Infolgedessen stiegen die Fischereierträge und die Staubbelastung sank deutlich – zumindest wenn kein Südwind weht, welcher Staub aus dem großen Aralsee herbeiträgt.
An manchen Stellen hat sich die Küstenlinie um mehr als 75 Kilometer verlagert.
Die kasachische Regierung hofft, dass sich der Kleine Aralsee durch weitere Verbesserungen der Bewässerungssysteme weitgehend erholen wird.

Die Wasserlinie im Nordteil des Sees hat sich – nach einem Tiefstand im Jahr 2004 bei 32 m ü. M. – im Jahr 2009 wieder auf einer Höhe von 43 Metern stabilisiert.
Die Wasserfläche des Nordteils ist dabei um mehr als 30 Prozent angewachsen, auf nun rund 3300 Quadratkilometer, das Volumen beträgt 27 km³.
Der Salzgehalt liegt dort heute wieder unter 1,5 Prozent, gegenüber vier Prozent Ende der 1990er Jahre.
Die Fischbestände haben sich erholt.

Der Nachteil des Projektes ist, dass die Austrocknung des Südteils beschleunigt wird.
Das Wasser, das den Nordteil des Sees wieder füllt, fehlt im Süden.
Durch das Staudammprojekt wurde der Wasserzufluss in der Südhälfte insgesamt um etwa ein Drittel reduziert.
Demzufolge greift Usbekistan, welchem die Südhälfte des großen Aralsees gehört, das Projekt als „Egoismus“ an.
Die kasachische Regierung hält dagegen, dass „keine Hoffnung bestehe, den gesamten See zu retten, wenn Usbekistan nicht auf die Bewässerung entlang des Amu-Darja verzichte, weshalb man das Beste aus der Situation gemacht habe“.
Quelle Text:Wikipedia

Gruss Boudicca
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