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In die Schweiz gelaufene Zensurbelege

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In die Schweiz gelaufene Zensurbelege

Beitrag von rudischmidt am Mo März 11, 2019 11:56 pm

In diesem Thread sollen in die Schweiz gelaufene Zensurbelege gezeigt und hoffentlich mit vereinten Kräften auch gedeutet werden!

Den Anfang mache ich mit diesem Beleg, den ich gestern beim Großtauschtag in Mönchengladbach erwerben konnte:



Es handelt sich um eine Postkarte, adressiert nach "Ganterschwil" im Kanton St. Gallen, die mit 30 Pfennig frankiert am 05.10.1943 in POTSDAM aufgegeben wurde.

Das Porto betrug nach meiner Einschätzung 15 Pfennig für eine Postkarte plus 10 Pfennig Luftpostgebühr, womit dieser Beleg um 5 Pfennig überfrankiert worden wäre!???

Der blanko abgeschlagene Tagesstempel POTSDAM vom 11.10.1943 dürfte dokumentieren, dass dieser Beleg am Schalter aufgegeben worden ist???

Der Beleg durchlief die seit 1943 zur Prüfung von Post in die Schweiz zuständige ABP München, was insgesamt 4 verschiedene Prüferstempel dokumentieren.

Am 16.10.1943 kam der Beleg dann an seinem Bestimmungsort GANTERSCHWIL an, was der Abschlag eines Tagesstempels dokumentiert.

Liebe Grüße
Rüdiger
rudischmidt
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Re: In die Schweiz gelaufene Zensurbelege

Beitrag von rudischmidt am So März 17, 2019 1:37 pm

Hier ein Neuzugang aus der Schweiz.




Diesen Beleg durfte ich ohne jegliches Gegengebot in der elektronischen Lagune abgreifen:

https://www.ebay.de/itm/1942-02-10-Vancouver-Censor-to-Red-Cross-Zensur-ABP-Bordeaux-Rare/312500770773?ssPageName=STRK%3AMEBIDX%3AIT&_trksid=p2057872.m2749.l2649

Die Beschreibung lautete "1942 (02.10.) Vancouver,  Lettre to Red Cross, Zensur, Censor britisch and ABP Bordeaux (Y) !! Rare, Auslandbriefprüfstelle" und beinhaltete immerhin die Seltenheit dieses Beleges.

Dieser an das Internationale Rote Kreuz in Genf adressierte Beleg wurde am 02.10.1942 in VANCOUVER in der kanadischen Provinz "BRITISH COLUMBIA" aufgegeben und dementsprechend wurde die Frankatur per Maschinenstempel entwertet.

Der Beleg durchlief zunächst die britische Zensur in Kanada, wo er linksseitig geöffnet und mit einem 88 x 56 mm grossen Verschlußzettel aus weißem Papier mit schwarzem Aufdruck "P.C. 90 OPENED BY EXAMINER DB / 55" wieder verschlossen wurde.

Anschließend lief dieser Beleg als Transitpost über die Briefprüfstelle = BP Bordeaux, die am 03.06.1941 eingerichtet und der der Kennbuchstabe "y" zugeordnet worden war. Bordeaux war keine ABP!

In der BP Bordeaux wurde der Beleg erneut linksseitig geöffnet und nach erfolgter Prüfung mit einem Verschlussstreifen "Oberkommando der Wehrmacht y Geöffnet", katalogisiert als Landsmann YV1.1, wieder verschlossen, was ein Handprüfstempel "Dienststelle Feldpost-Nr. 28694/B Briefstempel", katalogisiert als Landsmann YP1.2, dokumentiert. Die Feldpostnummer 28694 war der "Abwehrstelle Südwestfrankreich (Bordeaux)" zugeordnet.

Die BP Bordeaux begann im Sommer 1942 damit, einen Teil der Post zwischen dem feindlichen Ausland und der Schweiz zu prüfen und die Sendungen dabei mit Prüfmerkmalen zu versehen. Der hier gezeigte Handprüfstempel war dabei laut Landsmann nur von Dezember 1942 bis Januar 1943 in Gebrauch und ist daher nur selten einmal am Markt zu finden.

Am 15.11.1943 wurde die BP Bordeaux nach Nancy verlegt.

Liebe Grüße
Rüdiger
rudischmidt
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