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Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz

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Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Empty Re: Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz

Beitrag von rudischmidt am Sa Nov 03, 2018 10:51 pm

Dieser nach Turbenthal adressierte Brief wurde am 24.07.1944 in Borås in Schweden aufgegeben:

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_0051

Der Brief lief als Transitpost über die ABP Berlin, wo er linksseitig geöffnet und nach erfolgter Prüfung per 40mm breitem Verschlußstreifen, Landsmann BV3.2, wieder verschlossen wurde, was zwei rückseitig abgeschlagene Handprüfstempel, Landsmann BP4.3, dokumentieren:

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_0052

Der Nummerstempel in Rot, hier "477", Landsmann BK4.1, wurde in der ABP Berlin auf Transitpost verwendet.

Sowohl vorderseitig als auch rückseitig erfolgte eine chemische Prüfung mit 2 verschiedenen Chemikalien.

Liebe Grüße
Rüdiger


Zuletzt von rudischmidt am So Nov 11, 2018 1:43 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Beitrag von rudischmidt am So Nov 04, 2018 11:54 am

Dieser nach Luzern adressierte Brief (25 Pfennig) per Luftpost (10 Pfennig) wurde am 15.11.1944 in NÜRNBERG 2 am Postschalter aufgegeben, was der zusätzliche Blankoabschlag des Tagesstempels links dokumentiert:

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_ko14

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_0053

In der ABP München wurde der Brief vorderseitig sowie rückseitig diagonal von links oben nach rechts unten chemisch geprüft, was 3 Prüferstempel sowie eine handschriftliche vierstellige Prüfernummer dokumentieren. Der Beleg wurde mit der Briefverschlußvorrichtung links verschlossen, was ein Stempel der Briefverschlußvorrichtung in Schwarz, Landsmann DPB1.4, dokumentiert.

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Beitrag von rudischmidt am So Nov 04, 2018 12:17 pm

Diese nach Basel adressierte Postkarte wurde am 24.12.1942 um 18 Uhr(= Heiligabend!) in ZWOLLE in den Niederlanden aufgegeben:

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img17

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_0054

Der Beleg durchlief als Transitpost die ABP Frankfurt, wo rückseitig mit zwei verschiedenen Chemikalien diagonal chemisch zensiert wurde, was drei Prüferstempel sowie ein Handprüfstempel in Rot, Landsmann EP3.4, dokumentieren.

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Beitrag von rudischmidt am So Nov 04, 2018 1:31 pm

Dieser nach Zürich adressierte Brief (25 Pfennig) per Einschreiben (30 Pfennig) wurde am 09.02.1945 in WIEN 51 am Postschalter aufgegeben, was der zusätzliche Blankoabschlag des Tagesstempels links dokumentiert:

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_0055

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_0056

In der ABP München wurde der Brief vorderseitig sowie rückseitig diagonal von links oben nach rechts unten chemisch geprüft, was 2 Prüferstempel dokumentieren. Der Beleg wurde mit einem Verschlußstreifen "Zensurstelle", Landsmann DV4.1, links verschlossen, was ein Handprüfstempel "Zensurstelle", Punkte neben Adler, Schwingen 23mm breit abgerundet in Rot, Landsmann DP4.1.2, dokumentiert. Rückseitig wurde als Ankunftstempel am 12.03.1945 ein Tagesstempel ZÜRICH 12 abgeschlagen.

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Beitrag von rudischmidt am So Nov 04, 2018 1:50 pm

Ganzsache aus dem Generalgouvernement mit Eindruck 30 Groszy = umgerechnet 15 Pfennig, am 26.06.1944 adressiert in die Schweiz, mit Zusatzfrankatur von 1 Zloty = umgerechnet 50 Pfennig, portorichtig für die Zustellung per Eilboten im Ausland:

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_0057

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_0058

In der ABP München wurde dieser Beleg vorderseitig mit zwei Chemikalien chemisch zensiert, was 5 Prüferstempel sowie ein Handprüfstempel in Rot, Kranz rechts unten eingekerbt, Landsmann DP2.3.6, dokumentieren.

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Beitrag von rudischmidt am Di Nov 06, 2018 11:37 pm

Heute ein Luftpostbrief aus Spanien in die Schweiz mit Doppelzensur:

Dieser nach Zürich adressierte Brief per Luftpost = "PAR AVION" wurde am 10.01.1944 (ENE = Enero = Januar) in BARCELONA aufgegeben:

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_ko16

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_0059

Der Beleg durchlief in Barcelona die spanische Zensur, wurde dort rechtsseitig geöffnet und per Verschlußzettel "CENSURA GUBERNATIVA BARCELONA" wieder verschlossen, was ein vorderseitig sowie rückseitig abgeschlagener, gleichlautender zweizeiliger Rechteckstempel in Schwarz dokumentiert.

Der Brief wurde dann an die für als Luftpost von Spanien in die Schweiz adressierte Transitpost zuständige ABP Berlin weitergeleitet. Dort wurde der Beleg rückseitig geöffnet und nach erfolgter Prüfung mit einem Verschlußstreifen, Landsmann BV3.2, wieder verschlossen, was ein Handprüfstempel in Rot, Landsmann BP4.9, dokumentiert.

Die Prüfung in der ABP umfasste auch eine chemische Zensur mit mehreren Chemikalien, die sowohl auf der Vorderseite diagonal von links oben nach rechts unten als auch auf der Rückseite waagerecht erfolgte.

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Beitrag von rudischmidt am Mi Nov 07, 2018 12:07 am

Hier ein weiterer Brief aus Spanien in die Schweiz mit Doppelzensur:

Dieser nach Bâle = Basel adressierte Luftpostbrief wurde am 22.07.1944 in BARCELONA aufgegeben:

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img18

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_0060

Der wohl offen eingelieferte Beleg durchlief in Barcelona die spanische Zensur, wo rückseitig ein zweizeiliger Rechteckstempel in Schwarz "CENSURA GUBERNATIVA BARCELONA" abgeschlagen wurde.

Der Brief wurde dann an die für als Luftpost von Spanien in die Schweiz adressierte Transitpost zuständige ABP Berlin weitergeleitet. Dort wurde der Beleg rückseitig geöffnet und nach erfolgter Prüfung mit einem Verschlußstreifen, Landsmann BV3.2, wieder verschlossen, was ein Handprüfstempel in Rot dokumentiert.

Die Prüfung in der ABP Berlin umfasste auch eine chemische Zensur mit zwei verschiedenen Chemikalien, sowohl auf der Vorderseite als auch auf der Rückseite.

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Beitrag von rudischmidt am Do Nov 08, 2018 7:22 pm

Dieser nach Bern adressierte Brief (25 Pfennig) per Einschreiben (30 Pfennig) wurde am 30.11.1944 in MÜNCHEN 34 aufgegeben:

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img19

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_0061

In der ABP München wurde der Brief vorderseitig sowie rückseitig diagonal von links oben nach rechts unten chemisch geprüft, was 2 Prüferstempel dokumentieren. Der Beleg wurde mit einem Verschlußstreifen "Zensurstelle", Landsmann DV4.1, links verschlossen, was ein Handprüfstempel "Zensurstelle", Sterne neben Adler in Rot, Landsmann DP4.3, dokumentiert.

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Beitrag von rudischmidt am Do Nov 08, 2018 10:35 pm

Diese nach Fribourg adressierte Postkarte wurde am 13.03.1941 in Berlin aufgegeben:

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_ko17

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_0062

Diese Postkarte wurde der bis März 1943 für Post aus dem Deutschen Reich in die Schweiz zuständigen ABP Frankfurt zugeleitet, wo sie vorderseitig sowie rückseitig diagonal von links oben rechts unten chemisch zensiert wurde, was zwei Prüferstempel sowie ein Handprüfstempel in Blau, Landsmann EP3.1, dokumentieren.

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Beitrag von rudischmidt am Sa Nov 10, 2018 1:07 am

Dieser nach Genf adressierte Brief wurde am 10.11.1944 in FRIESENHEIM (BADEN) am Postschalter aufgegeben:

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img20

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_0063

Während die Frankatur mit einem Tagesstempel "FRIESENHEIM (BADEN)" in Form eines Zweikreisbrückenstempels mit Kennbuchstabe "b" entwertet wurde zeigt der zusätzliche Blankoabschlag des Tagesstempels "FRIESENHEIM (BADEN)" links in Form eines Kreisbrückenstempels mit Bogen oben und unten den Kennbuchstaben "a".

In der ABP München wurde der Brief vorderseitig sowie rückseitig diagonal von links oben nach rechts unten chemisch geprüft, was 2 Prüferstempel dokumentieren. Der Beleg wurde mit einem neutralen Verschlußstreifen der Briefverschlußvorrichtung, senkrecht geriffelt, verschlossen, was ein Maschinenstempel "Ad" der Briefverschlußvorrichtung, Landsmann DBP2.1, dokumentiert.

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Beitrag von rudischmidt am Sa Nov 10, 2018 9:41 am

Diese nach Bex adressierte Postkarte wurde am 19.06.1944 in FÜRSTENBERG (ODER) am Postschalter aufgegeben, was der Blankoabschlag des Tagesstempels dokumentiert:

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_ko18

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_0064

Die Postkarte wurde mit 24 Pfennig statt dem Porto entsprechend mit 15 Pfennig frankiert und ist somit hemmungslos überfrankiert und für Portostufensammler daher völlig uninteressant.

Sammelt man wie ich aber ein spezielles Thema, dann kann auch ein solcher für Portostufensammler uninteressanter Beleg für kleines Geld am Markt erworben und der Spezialsammlung einverleibt werden.

Diese Postkarte durchlief in der ABP München die chemische Zensur mit zwei verschiedenen Chemikalien. Eine Chemikalie wurde auf der Vorderseite diagonal von links oben nach rechts unten angewendet und blaue Tinte wurde auf der Rückseite diagonal von links unten nach rechts oben angewendet.

In der ABP München wurden drei der üblichen und hier bereits mehrfach gezeigten vierstelligen rechteckigen Prüferstempel in verschiedenen Stempelfarben abgeschlagen.

Interessant ist bei diesem Beleg der Kreisstempel "Ad" in Rot. Diese Handstempel wurden ab Aufnahme der Prüfungsarbeit in der ABP München im Oktober 1940 as "Handdurchlaufstempel" benutzt, d.h. sie dokumentierten, dass die jeweilige Postsendung der ABP München vorgelegt worden war und man dort entschieden hatte, auf eine Prüfung zu verzichten.

In den späteren Jahren wurden diese Handdurchlaufstempel aptiert, indem der Rand eingekerbt wurde. Bei dem hier gezeigten Beispiel hat der Rand links eine kleine Kerbe über dem A-Querstrich, rechts eine große Kerbe auf Höhe des A-Querstrichs und ist katalogisiert als Landsmann DD1.1.5 mit der Seltenheitseinstufung "häufig".

Da er hier eindeutig als Prüfstempel diente wird er laut Landsmann zu einem Prüfstempel DP5.1.5 und in der Seltenheit als "schwer zu finden" eingestuft!

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Beitrag von rudischmidt am Sa Nov 10, 2018 2:28 pm

Diese nach Ascona adressierte Postkarte wurde am 20.01.1943 in HAIFA aufgegeben:

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_0067

Der Beleg durchlief die britische Prüfstelle in Haifa, wo ein Achteckstempel "(Krone) PASSED KK/26" in Violett abgeschlagen wurde sowie die britische Prüfstelle in London, wo ein Achteckstempel "(Krone) PASSED P.87" in Rot abgeschlagen wurde.

Dann wurde diese Postkarte als "Post aus dem feindlichen Ausland in die Schweiz" der dafür zuständigen ABP Paris zugeleitet, wo ein Handprüfstempel, Landsmann XP6.1, abgeschlagen wurde.

Vorderseitig sowie rückseitig wurde diese Postkarte in der ABP Paris mit Hilfe von diagonal per Pinselstrich aufgebrachten Chemikalien chemisch zensiert:

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_0068

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Beitrag von rudischmidt am So Nov 11, 2018 1:36 pm

Dieser nach Perlen in der Schweiz adressierte Luftpostbrief wurde am 06.11.1944 in Göteborg in Schweden aufgegeben:

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img21

Der Brief lief als Transitpost über die ABP Berlin, wo er rückseitig geöffnet und nach erfolgter Prüfung zunächst per laut Landsmann seltenem, neutralem, braunem, geripptem Verschlußstreifen, Landsmann BV5.6, und darüber per 40mm breitem, auf grauem Papier gedrucktem Verschlußstreifen, Landsmann BV3.4 wieder verschlossen wurde, was zwei Handprüfstempel "Zensurstelle", Landsmann BP6.2, dokumentieren:

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_0069

Der Nummerstempel in Rot, hier "741", Landsmann BK4.1, wurde in der ABP Berlin auf Transitpost verwendet.

Vorderseitig sowie rückseitig erfolgte eine chemische Zensur mit jeweils zwei Pinselstrichen, wobei eine Chemikalie verwendet wurde, die bis heute kaum Spuren auf dem Umschlag hinterlassen hat!

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Beitrag von rudischmidt am Di Nov 13, 2018 12:20 am

Postkarte, portorichtig frankiert mit 15 Pfennig in Form einer Mischfrankatur der Dauerserien Hindenburg und Adolf Hitler, aufgegeben am 10.09.1942 in DÜSSELDORF-KAISERSWERTH, adressiert nach Engi im Kanton Glarus in der Schweiz:

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_0076

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_0077

Diese Postkarte durchlief die ABP Frankfurt, wo sie vorderseitig sowie rückseitig chemisch zensiert wurde, was zwei dreistellige Prüferstempel sowie ein Handprüfstempel in Rot mit Kerbe im Rand links oben, Landsmann EP3.5, dokumentieren.

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Beitrag von rudischmidt am Di Nov 13, 2018 10:59 pm

Dieser nach Bern adressierte Brief wurde am 09.11.1944 in Stockholm in Schweden aufgegeben:

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_0078

Der Brief lief als Transitpost über die ABP Berlin, wo er linksseitig geöffnet und nach erfolgter Prüfung per 40mm breitem, auf grauem Papier gedrucktem Verschlußstreifen, Landsmann BV3.4 wieder verschlossen wurde, was zwei Handprüfstempel "Zensurstelle", Landsmann BP6.2, dokumentieren:

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_0079

Der Nummerstempel in Rot, hier "780", Landsmann BK4.1, wurde in der ABP Berlin auf Transitpost verwendet.

Vorderseitig sowie rückseitig erfolgte eine chemische Zensur, vorderseitig diagonal von links oben nach rechts unten mit drei Pinselstrichen mit zwei verschiedenen Chemikalien, rückseitig senkrecht mit zwei verschiedenen Chemikalien.

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Beitrag von rudischmidt am Mi Nov 14, 2018 10:56 pm

Dieser nach Bern adressierte Brief wurde am 20.10.1943 in EUSKIRCHEN am Postschalter aufgegeben, was der Blankoabschlag des Tagesstempels dokumentiert:

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img22

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_0080

Dieser Brief durchlief in der ABP München die chemische Zensur mit zwei verschiedenen Chemikalien. Eine Chemikalie wurde auf der Vorderseite diagonal von links oben nach rechts unten angewendet und auf der Rückseite wurden diagonal von links oben nach rechts unten zwei Chemikalien angewendet.

In der ABP München wurden zwei der üblichen und hier bereits mehrfach gezeigten vierstelligen rechteckigen Prüferstempel in Rot abgeschlagen.

Der Beleg wurde oben verschlossen mit einem neutralen Verschlußstreifen der Briefverschlußvorrichtung, senkrecht geriffelt, was ein Maschinenstempel der Briefverschlußvorrichtung dokumentiert.

Bei diesem Beleg ist auch der Briefbogen erhalten geblieben, der ebenfalls unter Einsatz von zwei verschiedenen Chemikalien chemisch geprüft wurde:

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_0081

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_0082

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_0083

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Beitrag von rudischmidt am Mi Nov 14, 2018 11:13 pm

Hier eine bei ebay erstandene Neuerwerbung:

https://www.ebay.de/itm/Italien-Mi-Nr-646-EF-Zensur-Brief-Mailand-Milano-Geneve-Schweiz-1944/332839439588?ssPageName=STRK%3AMEBIDX%3AIT&_trksid=p2057872.m2749.l2649

Dieser nach Genf adressierte Brief wurde am 19.07.1944 in Mailand aufgegeben:

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_ko19

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_0084

Die Personalien des Einlieferers wurden überprüft und rückseitig auf dem Beleg dokumentiert, was ein Blankoabschlag des Tagesstempels dokumentiert.

Der Brief durchlief die italienische Zensur in Mailand sowie als Transitpost die deutsche Zensur in der ABP München. wo der Beleg vorderseitig diagonal von links oben nach rechts unten chemisch geprüft wurde.

Beide Zensurstellen öffneten den Beleg linksseitig und brachten dort nach erfolgter Prüfung jeweils ihren Verschlußstreifen an.

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Beitrag von rudischmidt am Do Nov 15, 2018 11:49 pm

Dieser an das Rote Kreuz in Genf adressierte Brief wurde am 18.11.1943 in DORDRECHT in den Niederlanden aufgegeben:

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img23

Der Brief wurde als Transitpost in der ABP München linksseitig geöffnet und nach erfolgter Prüfung mit einem neutralen Verschlussstreifen der Briefverschlussvorrichtung wieder verschlossen, was rückseitig ein schwach abgeschlagener Maschinenstempel der Briefverschlussvorrichtung dokumentiert:

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_0085

Vorderseitig erfolgte per Pinselstrich diagonal von links oben nach rechts unten eine chemische Zensur.

Vorderseitig wurden unten links zwei Prüferstempel in Rot abgeschlagen, unten rechts ein Stempel "§", Landsmann DK3.3, dessen Einsatz bisher von Landsmann erst ab Juni 1944 bis Januar 1945 belegt ist. Es handelt sich somit um die bisher früheste bekannte Verwendung dieses Prüfstempels!

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Beitrag von rudischmidt am Sa Nov 17, 2018 12:40 am

Hier eine Ganzsache mit Postwertzeicheneindruck 6 Pfennig der Dauerserie AH, am 13.11.1944 mit einer Zusatzfrankatur in Form eines Postwertzeichens der Wertstufe zu 10 Pfennig der Dauerserie AH versehen, adressiert nach Luzern, aufgegeben in "4 WIEN 50" und somit um 1 Pfennig überfrankiert:

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_ko20

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_0086

Der Beleg wurde der für Post in die Schweiz zuständigen ABP München zugeleitet, wo vorderseitig sowie rückseitig eine chemische Prüfung mit mehreren verschiedenen Chemikalien erfolgte, was vier Prüferstempel sowie ein laut Landsmann schwer zu findender, weil nur von Oktober bis November 1944 im Einsatz befindlicher Handprüfstempel in Rot "Zensurstelle", Doppelpunkte neben Adler, Rand links eingekerbt, Adler beschädigt, Landsmann DP4.2.2, dokumentieren.

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Beitrag von rudischmidt am Sa Nov 17, 2018 11:13 pm

Transitpost aus Norwegen in die Schweiz in Form einer norwegischen Ganzsache mit Zusatzfrankatur, aufgegeben am 14.04.1944 in Oslo, adressiert nach Ettiswil bei Luzern:

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_ko21

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_0087

Diese Postkarte wurde in der ABP München vorderseitig diagonal von links oben nach rechts unten mit blauer Tinte sowie rückseitig mit blauer Tinte sowie einer weiteren Chemikalie chemisch geprüft, was mehrere Prüferstempel sowie ein laut Landsmann nur auf Postkarten vorkommender Handprüfstempel in Rot, Doppelpunkte über Adler, linker Flügel gestutzt, Landsmann DP2.3.8, dokumentieren.

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Beitrag von rudischmidt am Sa Nov 17, 2018 11:23 pm

Mit 42 Pfennig als "Einzelfrankatur" statt mit 25 Pfennig freigemachter, also deutlich überfrankierter Brief, adressiert nach Zürich, aufgegeben am 14.09.1943 in KERZDORF:

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img24

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_0088

In der ABP München wurde dieser Beleg vorderseitig sowie rückseitig mit diagonalen Pinselstrichen von links oben nach rechts unten chemisch geprüft, was mehrere Prüferstempel dokumentieren. Der in der ABP München unten geöffnete Brief wurde mit einem neutralen Verschlussstreifen der Briefverschlussvorrichtung wieder verschlossen, was ein Maschinenstempel der Briefverschlussvorrichtung dokumentiert.

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Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Empty Re: Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz

Beitrag von toediost am So Nov 18, 2018 10:27 pm

Hallo Rüdiger,
faszinierend, Dein Sammelgebiet! Ich spüre Deine Begeisterung und das grosse Wissen zu diesen Briefen und Karten, die nicht nur befördert, sondern auch in vielfältiger Weise überprüft wurden.

Tolles Sammelgebiet, spannend dargestellt! Weiter so!
Herzlich
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Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Empty Re: Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz

Beitrag von rudischmidt am So Nov 18, 2018 11:16 pm

Hallo toediost,

vielen Dank für Deinen sehr positiven Kommentar, der mich selbstverständlich anspornt, hier mehr zu zeigen!

Dieser nach Dübendorf - Zürich adressierte Brief wurde am 26.04.1944 in MALMÖ in Schweden aufgegeben:

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_0089

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_0090

Der Brief lief als Transitpost über die ABP Berlin, wo er linksseitig geöffnet und nach erfolgter Prüfung per 30mm breitem, auf sämischem Papier gedrucktem Verschlußstreifen, Landsmann BV3.2 wieder verschlossen wurde, was zwei Handprüfstempel, Landsmann BP4.3, dokumentieren:

Der Nummerstempel in Rot, hier "473", Landsmann BK4.1, wurde in der ABP Berlin auf Transitpost verwendet.

Vorderseitig sowie rückseitig erfolgte eine chemische Zensur mit zwei Chemikalien, vorderseitig senkrecht, rückseitig waagerecht.

Liebe Grüße
Rüdiger
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Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Empty Re: Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz

Beitrag von rudischmidt am Mo Nov 19, 2018 11:27 pm

Diese nach Aarau adressierte Postkarte wurde im Dezember 1943 in Barcelona aufgegeben:

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_ko22

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_0095

Der Beleg durchlief in Barcelona die spanische Zensur, wo ein zweizeiliger Rechteckstempel in Schwarz "CENSURA GUBERNATIVA BARCELONA" abgeschlagen wurde.

Der Brief wurde dann an die für Transitpost aus dem feindlichen Ausland in die Schweiz zuständige ABP Paris weitergeleitet, was ein Handprüfstempel in Rot, Landsmann XP6.2, dokumentiert.

Die Prüfung in der ABP Paris umfasste auch eine chemische Zensur mit zwei verschiedenen Chemikalien auf der Vorderseite.

Liebe Grüße
Rüdiger
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Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Empty Re: Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz

Beitrag von rudischmidt am Do Nov 22, 2018 12:00 am

Dieser nach Zürich adressierte Brief wurde am 22.06.1943 in NOTTING HILL aufgegeben:

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img27

Chemische Zensur auf Belegen in die Schweiz  - Seite 2 Img_0096

Der Beleg durchlief die britische Prüfstelle in London, wo er linksseitig geöffnet und nach erfolgter Prüfung mit einem Verschlußzettel "P. C. 90 OPENED BY EXAMINER 601" (P. C. = Postal Censorship) wieder verschlossen wurde.

Dann wurde dieser Brief als "Post aus dem feindlichen Ausland in die Schweiz" der dafür zuständigen ABP Paris zugeleitet, wo er rückseitig geöffnet und nach erfolgter Prüfung mit einem Verschlußstreifen, Landsmann XV1.1, wieder verschlossen wurde, was zwei Handprüfstempel, Landsmann XP6.2, dokumentieren.

Vorderseitig wurde dieser Brief in der ABP Paris mit Hilfe von einer diagonal per Pinselstrich aufgebrachten Chemikalie chemisch zensiert:

Liebe Grüße
Rüdiger
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