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Die Zumstein-Ganzsachenkataloge der Schweiz

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Die Zumstein-Ganzsachenkataloge der Schweiz Empty Die Zumstein-Ganzsachenkataloge der Schweiz

Beitrag von Cantus Di Nov 06, 2018 12:41 am

Im Gegensatz zu Briefmarkenkatalogen erscheinen Ganzsachenkataloge üblicherweise nicht jährlich, sondern in größeren jährlichen Abständen, so jedenfalls wird es vom Zumstein-Verlag gehandhabt. Das hat sicherlich mehrere Gründe. Insgesamt ist die Zahl der Sammler, die sich intensiv mit Ganzsachen, aber nicht mit Briefmarken beschäftigen, im Verhältnis verschwindend gering, was natürlich auch eine geringere Nachfrage nach so einem Katalog bedingt; hinzu kommt ein aktueller Preis von 90 CHF für die letzte Ausgbe des Ganzsachenkataloges der Ausgabe 2009/2010, was manchen Sammler möglicherweise von einem Kauf abhält.

Zum Zweiten gibt es eine starke Konkurrenz durch den jährlich erscheinenden deutschen Michel-Spezialkatalog der Schweiz, der neben einer ausführlichen Briefmarkenbeschreibung seit eingen Jahren im Anhang auch noch alle amtlichen Schweizer Ganzsahen aufführt, wenn auch nicht in der Ausführlichkeit, wie man sie bei Zumstein antrifft. So fehlen im Michel beispielsweise die gesamte Auflistung aller Bildpostkarten, es fehlen die Daten der Erstverwendung, es fehlen die Angaben zu vielen Gelegenheitsausgaben oder zu den Privatganzsachen und vieles Anderes mehr.

In Deutschland zeichnet der Berliner Ganzsachensammlerverein verantwortlich für die diversen Kataloge der NGK-Reihe, der Münchner Ganzsachensammlerverein bearbeitet die Michel-Ganzsachenkataloge und in der Schweiz wird sicherlich der Zumstein-Verlag in enger Abstimmung mit dem Schweizerischen Ganzsachen-Sammler-Verein seine Kataloge herausbringen. Dazu bedarf es aber neben einer ausreichenden Nachfrage nach den Ganzsachenkatalogen auch einer ausreichenden Anzahl von Sammlern, die bereit sind, auf ehrenamtlicher Basis dauerhaft und auf lange Zeit an der Fortentwicklung des Schweizer Zumstein-Ganzsachenkataloges mitzuarbeiten.

Wer sich philatelistische Fachzeitschriften anschaut wird feststellen, dass es wenig Artikel zu Ganzsachenthemen gibt und dass zusätzlich immer wieder die gleichen Autoren dafür verantwortlich zeichnen. Wo also sind die Sammler, die ihre Freizeit dafür opfern wollen, um für andere Sammler/innen
eine aktualisierte Ausgabe des Zumstein-Ganzsachenkataloges zu ermöglichen?

Als ich begonnen hatte, mich mit den Schweizer Ganzsachen näher zu beschäftigen, hatte ich mir den damals verfügbaren Katalog der Ausgabe von 1984 zugelegt, der mir in der Folge stets ein treuer Begleiter war und nach dessen Gliederung ich meine Sammlungen der amtlichen Ganzsachen, der unterschiedlichen Auflagen der Bildpostkarten, der Gelegenheitsausgaben und der Privatganzsachen sortiert habe.


Die Zumstein-Ganzsachenkataloge der Schweiz Ch_zum10


Nach längerer Pause erschien im Jahr 2002 eine Neuauflage des Kataloges. Für mich als Sammler war dabei außerordentlich bedauerlich, dass sowohl die Nummerierung der amtlichen Ganzsachen umgestellt worden war und außerdem, vermutlich wegen neuer Erkenntnisse, auch die Bildpostkarten zum Teil neue Nummern erhielten. Außerdem war die grundsätzliche Bezeichnung der Privatganzsachen komplett überarbeitet und völlig neu katalogmäßig erfasst worden, wodurch alle ursprünglichen Bezeichnungen in meinen Sammlungen hinfällig wurden.


Die Zumstein-Ganzsachenkataloge der Schweiz Ch_zum11


Das Impressum der nächsten und bisher letzten Ausgabe des Ganzsachenkataloges ist mit "9.Auflage Oktober 2009" überschrieben, auf dem Deckelinnenblatt findet sich aber gleichzeitig die Angabe "XI. überarbeitete und ergänzte Auflage 2010". In diesem Katalog finden sich zahlreiche Ergänzungen bei den amtlichen und halbamtlichen Ganzsachenausgaben, außerdem wurde ein wesentlicher Teil des Kataloges den neu aufgenommenen Empfangscheinen gewidmet.


Die Zumstein-Ganzsachenkataloge der Schweiz Ch_zum12


Andere Kataloge zu Schweizer Ganzsachen stelle ich in gesonderten Themen vor.

Viele Grüße
Ingo
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Die Zumstein-Ganzsachenkataloge der Schweiz Empty Re: Die Zumstein-Ganzsachenkataloge der Schweiz

Beitrag von SwissSabai So Feb 07, 2021 11:59 am

Ich habe eine Frage bezüglich der Katalogisieren der Doppelpostkarten, die aus Frage- und Antwortkarte bestehen.

Der Zumstein listet die mehrere Wertstempel von rechts nach links, bzw. oben nach unten. Welcher Teil der Karte wird aber zuerst gelistet? Darüber habe ich im Katalog keinen Hinweis gefunden. Ich würde es aber als "logisch" erachten zuerst den Frageteil und danach den Antwortteil zu listen. Ist dies korrekt? Bei den Privatganzsachen würde dies bedeuten, dass der Teil mit der bedruckten Empfängeradresse (=Antwortteil) zuletzt gelistet würde?
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Die Zumstein-Ganzsachenkataloge der Schweiz Empty Re: Die Zumstein-Ganzsachenkataloge der Schweiz

Beitrag von Cantus Di März 23, 2021 4:09 pm

Hallo,
ich war lange abwesend, daher erst heute eine Antwort.

Bei Ganzsachen-Doppelpostkarten ganz allgemein wird stets zuerst die komplette Doppelpostkarte gelistet, dann folgen der gelaufene Frageteil und zum Schluss der gelaufene und bestimmungsgemäß verwendete Antwortteil. Ungelaufene ungebrauchte und auseinandergerissene oder geschnittene Frage- oder Antwortteile sind wertlos, auch dann, wenn da irgend etwas draufgedruckt worden ist, denn hätte der Hersteller der Karte den Einzelversand angestrebt, dann hätte er keine Doppelkarte herstellen lassen.

Das betrifft sowohl amtliche Ausgaben als auch solche, die ausschließlich im privaten Auftrag hergestellt worden sind. Natürlich gibt es Sammler, die solche zerstörten ungebrauchten Doppelkarten aufheben, und insbesondere manche Händler versuchen, aus dem, was eigentlich Abfall ist, durch die Unwissenheit der Sammler noch gut Geld zu verdienen, das sollte man aber nicht durch einen Kauf unterstützen.

Ungebrauchte einzelne Frage- und/oder Antwortteile lassen sich heute mit etwas Postkartenkarton und einem geeigneten Drucker relativ leicht herstellen, einen Poststempel prüfungssicher nachzuahmen aber eher nicht. Darüber hinaus sollten Doppelkarten (mit Wertstempel auf Frage- und Antwortteil) ja auch stets einen bestimmten Zweck erfüllen. Der Absender fragt beim Adressaten zu einem bestimmten Thema an oder macht ganz einfach Werbung für eigene Produkte und damit er eine Antwort bekommt, entlastet er den Adressaten davon, eine Postkarte zu besorgen und Kosten für das Rückporto aufbringen zu müssen, denn es genügt bei solchen Dopelpostkarten, wenn der Empfänger den ungebrauchten Antwortteil abtrennt und für seine Antwort verwendet. Das gilt auch dann, wenn die Doppelpostkarte ohne Zusatzfrankatur bestimmungsgemäß verwendet worden ist und der Antwortteil dann beispielsweise aus London, Paris, Rom oder auch aus Übersee zurückgesandt wird; internationale Postabkommen haben diese Verfahrensweise sichergestellt.

Die Wertstempel auf Ganzsachen jeder Art werden grundsätzlich rechts oben aufgedruckt, zusätzliche Wertstempel dann links daneben oder darunter. Aus diesem Grund werden die Ganzsachen in Katalogen auch stets so sortiert, dass zuerst der Wertstempel rechts oben genannt wird und erst dann alle weiteren.

Bei Privatganzsachen ist das gelegentlich anders, denn der erste Wertstempel ist nicht immer rechts oben, sondern oft irgendwo rechts tiefer oder mehr in die Mitte hinein versetzt. Wenn dann noch ein weiterer Wertstempel (oder auch mehrere) zugedruckt worden ist, zuweilen auch oben drüber, dann hilft nur noch das Studium von Portotabellen, um feststellen zu können, welcher Wertstempel im Einzelnen bestimmend war.

Bei mehreren Wertstempeln kann es sein, dass noch vorhandene Bestände mit nur einem Wertstempel nach einer Portoerhöhung nicht mehr verwendbar waren und der Zudruck von einem oder mehreren Wertstempeln sich anbot, man sollte aber auch nicht vergessen, dass auch Gewerbetreibende oder Privatanwender Sammler und bemüht waren, Seltenes zu erzeugen. In solchen Fällen entscheiden ganz einfach die Kataloghersteller, unter welchem Ursprungswertstempel sie die einzelne Ganzsache einordnen.

Viele Grüße
Ingo
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